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Wie ging es nun mit der kleinen katholischen Kirche zu Pfungen in den folgenden Jahrzehnten weiter?
Eine erste Gebäuderenovation fand bereits 1926 statt. Es ging vor allem um Reparaturen des undichten Daches und der Folgeschäden. Gemäss der immer noch erhaltenen Bauabrechnung beliefen sich die gesamten Kosten inkl. Architekten-Honorar auf Fr. 4'874.05, immerhin um Fr. 25.95 tiefer als budgetiert... Das waren noch Zeiten, nicht wahr?
1947 bekam der Dachreiter eine neue, auf das Geläute der reformierten Kirche abgestimmte Glocke.
In den Jahren 1961/62 erfuhr der Bau wesentliche Veränderungen, die Pfarrer von Euw wie folgt beschreibt: "Die Kirche, die bisher so reizvoll kitschig mit Bildern, Balustraden und Altärchen vollgestopft war, erlebte ihren katholischen Bildersturm. Die Heiligen aus Gips wanderten in den Estrich und dienten einmal einer Filmgesellschaft als frommes Dekor. Es entstand ein liebenswürdiges Kirchlein, nüchterner und schlichter als bisher, mit Holzplastiken und Reliefs."
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Im Spätherbst 1964 erklang in St. Pirminius zum ersten Mal die "neue" Orgel, die von der reformierten Kirchgemeinde Pfungen abgetreten worden war.
1977/78 drängten sich grössere Sanierungen auf. Mit dem Umbau wurde Architekt Alfred Noser betraut, für die künstlerische Gestaltung zeichnete der Bildhauer Werner Jans verantwortlich, der seinen Malerkollegen Ernst Egli beizog. Der Chor wurde ganz neu gestaltet, sowohl in baulicher wie auch in künstlerischer Hinsicht. Die beiden Chorgalerien, die während vieler Jahre mittels vergipster Pavatex-Platten abgedeckt waren, stellte man wieder her. Bei der Empore wurden schöne, ursprüngliche Elemente zu neuem Leben erweckt. Auch das Pfarrhaus erfuhr einige Änderungen. So musste unter anderem das Treppenhaus abgebrochen und ein neues gebaut werden. Neu war auch die Mediathek im Estrich, die seither als Gemeinschaftsraum für verschiedene Anlässe wie Sunntigsfyr für Primarschüler bis zur 3.Klasse, Elternabende, Firmkurse, Vorträge usw. genutzt wird. Zahlreich waren die Pfarreiangehörigen, die am Pirminsfest im November 1978 die neuen Räume besichtigten und am Festgottesdienst teilnahmen. Der Abt von Disentis Viktor Schönbächler weihte den neuen Altar.
1997/98 war es wieder so weit. Unter der Leitung von Architekt Walter Hollenstein wurden verschiedene Renovationsarbeiten ausgeführt wie Sanierung der Aussenfassade und der Fenster, Isolation der Kirchendecke, Orgelrenovation, Neugestaltung des Vorplatzes. Die Kirche erstrahlt seither in neuem Glanz und verbreitet auch im Innern eine Atmosphäre der Ruhe und der Freude.
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