04.02.2012: Christenverfolgung
Bitte nicht übertreiben
Gewiss, Christenverfolgungen sind eine schreckliche Sache, nicht nur zu altrömischen Zeiten. Dennoch: Meldungen darüber sollten sachlich und ehrlich sein. Auch hier gilt: Bitte nicht übertreiben.
Ich habe an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, wie Open Doors, ein Hilfswerk, das den Evangelikalen und Freikirchen nahe steht, es mit der Wahrheit nichts so genau nimmt. So werden Golfstaaten, die Land für den Bau von Kirchen zur Verfügung stellen, in die Liste der Christenverfolger eingereiht. In den letzten Tagen habe ich gleich zwei katholische Zeitschriften gesehen, welche die Darstellung kritiklos übernommen haben.
Eine Ausnahme macht Publik-Forum. Die Statistiken des Werks werden hier hinterfragt (Nr. 2. 2012). Ausserdem:
-Es wird daran erinnert, dass zum Beispiel in Nigeria die Angriffe auf Christen auf Verteilungskämpfen zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen beruhen.
-In Nigeria wendet sich sogar der oberste Muslim gegen die Angriffe auf Christen.
-Ausserdem: „Es wird völlig vergessen. Am härtesten verfolgt werden derzeit weltweit Nichtchristen: Schiiten, Aleviten und Bahai’s. Verfolgt werden sie zumeist von sunnitischen Muslimen.“
Übrigens: Wer hat sich schon die Mühe genommen, sich mit dem Glauben der Aleviten und der Bahai’s auseinanderzusetzen?
Gewiss, Christenverfolgungen sind eine schreckliche Sache, nicht nur zu altrömischen Zeiten. Dennoch: Meldungen darüber sollten sachlich und ehrlich sein. Auch hier gilt: Bitte nicht übertreiben.
Ich habe an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, wie Open Doors, ein Hilfswerk, das den Evangelikalen und Freikirchen nahe steht, es mit der Wahrheit nichts so genau nimmt. So werden Golfstaaten, die Land für den Bau von Kirchen zur Verfügung stellen, in die Liste der Christenverfolger eingereiht. In den letzten Tagen habe ich gleich zwei katholische Zeitschriften gesehen, welche die Darstellung kritiklos übernommen haben.
Eine Ausnahme macht Publik-Forum. Die Statistiken des Werks werden hier hinterfragt (Nr. 2. 2012). Ausserdem:
-Es wird daran erinnert, dass zum Beispiel in Nigeria die Angriffe auf Christen auf Verteilungskämpfen zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen beruhen.
-In Nigeria wendet sich sogar der oberste Muslim gegen die Angriffe auf Christen.
-Ausserdem: „Es wird völlig vergessen. Am härtesten verfolgt werden derzeit weltweit Nichtchristen: Schiiten, Aleviten und Bahai’s. Verfolgt werden sie zumeist von sunnitischen Muslimen.“
Übrigens: Wer hat sich schon die Mühe genommen, sich mit dem Glauben der Aleviten und der Bahai’s auseinanderzusetzen?
03.02.2012: Abstrusitäten
Vom Konzil zum Terrorismus?
In der dt. Zeitschrift imprimatur (http://www.imprimatur-trier.de/ - Heft 7/2011) befasst sich ein namentlich nicht genannter Theologe gegen das Hobby von Ratzinger und Benedikt XVI.: dem Kampf gegen die „Diktatur des Relativismus“. Darin skizziert er auch die abenteuerliche Behauptung, die Situation nach dem Konzil habe zu Aufruhr und Terrorismus (!!!) geführt.:
Ratzinger sieht noch nach zwei Jahrzehnten (1988) im Rückblick Gespenster, wenn er sich damals umringt sah von Theologen-Kollegen, die er für die 68er-Revolte verantwortlich macht, und wenn er bereits darin eine bestimmte Auslegung des Konzils am Werk sah:
Ich entsinne mich, dass wir (gemeint sind er und der Kölner Kardinal Frings) voller Hoffnung auf eine Verjüngung der Kirche (vom Konzil) zurückkehrten. Als ich 1967/68 Professor in Tübingen war, sah ich, wie sie so anders das Konzil interpretiert hatten. Es begann die vor allem von Theologen der Theologischen Fakultäten geführte 68er Revolution. [5]
Noch expliziter konstruiert Ratzinger diesen prekären Zusammenhang von moderner Theologie und Zweitem Vatikanum einerseits und der 68er-Revolte und deren Folgen in der Zivilgesellschaft andererseits in einem Artikel von 1991 und offenbart damit unübersehbar seine reaktionäre politische Position, an der ihm weit mehr zu liegen scheint als an seriöser Theologie- und Konzilsgeschichtsschreibung:
Das Erlöschen der Kirchen (würde) einen geistigen Erdrutsch bedeuten, dessen Ausmaß wir uns noch nicht vorzustellen vermögen. In welche Richtung das gehen könnte, ist nach meinem Dafürhalten in den Ereignissen von 1968 und in der daran anschließenden Entwicklung deutlich geworden. Denn die Pariser Studentenrevolution, die das 68er-Phänomen ins Rollen brachte, ist nicht von außen auf die Kirche geprallt, sondern aus den nachkonziliaren Gärungen des Katholizismus und aus vorausgehenden Strömungen revolutionärer amerikanischer protestantischer Theologie hervorgebrochen … Diese theologische Implikation ist auch im deutschen und italienischen Terrorismus der siebziger Jahre unverkennbar. Die Gestaltwerdung des italienischen Terrorismus der siebziger Jahre ist ohne die inneren Krisen und Gärungen des nachkonziliaren Katholizismus nicht zu verstehen.
Die Revolte von 1968, den linken Terror der 1970er-Jahre – Ratzinger sieht das alles letztlich als Folgen des Konzils und deren Theologie. Das Trauma dieses Mannes sitzt tief. Da muss man sich nicht wundern, dass er auch mit der Theologie der Befreiung nicht nur nichts anfangen kann, sondern sich verpflichtet sieht, ihr als Glaubenshüter energisch Einhalt zu gebieten. 1968 war nämlich auch so etwas wie der Beginn der Theologie der Befreiung auf breiterer und offiziell-kirchlicher Ebene. 1968 fand die Vollversammlung des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín statt. 1968 machte sich die Kirchenleitung eines ganzen Kontinentes die „Option für die Armen“ zu Eigen und unterstützte den Aufbruch der Kirche an der Basis, in den kirchlichen Basisgemeinden.
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Was ist von einem Theologen und Kirchenführer zu erwarten, der so abstruse Dinge über das „Grosse Konzil“ (mein Namensvetter Walter K.) äussert?
In der dt. Zeitschrift imprimatur (http://www.imprimatur-trier.de/ - Heft 7/2011) befasst sich ein namentlich nicht genannter Theologe gegen das Hobby von Ratzinger und Benedikt XVI.: dem Kampf gegen die „Diktatur des Relativismus“. Darin skizziert er auch die abenteuerliche Behauptung, die Situation nach dem Konzil habe zu Aufruhr und Terrorismus (!!!) geführt.:
Ratzinger sieht noch nach zwei Jahrzehnten (1988) im Rückblick Gespenster, wenn er sich damals umringt sah von Theologen-Kollegen, die er für die 68er-Revolte verantwortlich macht, und wenn er bereits darin eine bestimmte Auslegung des Konzils am Werk sah:
Ich entsinne mich, dass wir (gemeint sind er und der Kölner Kardinal Frings) voller Hoffnung auf eine Verjüngung der Kirche (vom Konzil) zurückkehrten. Als ich 1967/68 Professor in Tübingen war, sah ich, wie sie so anders das Konzil interpretiert hatten. Es begann die vor allem von Theologen der Theologischen Fakultäten geführte 68er Revolution. [5]
Noch expliziter konstruiert Ratzinger diesen prekären Zusammenhang von moderner Theologie und Zweitem Vatikanum einerseits und der 68er-Revolte und deren Folgen in der Zivilgesellschaft andererseits in einem Artikel von 1991 und offenbart damit unübersehbar seine reaktionäre politische Position, an der ihm weit mehr zu liegen scheint als an seriöser Theologie- und Konzilsgeschichtsschreibung:
Das Erlöschen der Kirchen (würde) einen geistigen Erdrutsch bedeuten, dessen Ausmaß wir uns noch nicht vorzustellen vermögen. In welche Richtung das gehen könnte, ist nach meinem Dafürhalten in den Ereignissen von 1968 und in der daran anschließenden Entwicklung deutlich geworden. Denn die Pariser Studentenrevolution, die das 68er-Phänomen ins Rollen brachte, ist nicht von außen auf die Kirche geprallt, sondern aus den nachkonziliaren Gärungen des Katholizismus und aus vorausgehenden Strömungen revolutionärer amerikanischer protestantischer Theologie hervorgebrochen … Diese theologische Implikation ist auch im deutschen und italienischen Terrorismus der siebziger Jahre unverkennbar. Die Gestaltwerdung des italienischen Terrorismus der siebziger Jahre ist ohne die inneren Krisen und Gärungen des nachkonziliaren Katholizismus nicht zu verstehen.
Die Revolte von 1968, den linken Terror der 1970er-Jahre – Ratzinger sieht das alles letztlich als Folgen des Konzils und deren Theologie. Das Trauma dieses Mannes sitzt tief. Da muss man sich nicht wundern, dass er auch mit der Theologie der Befreiung nicht nur nichts anfangen kann, sondern sich verpflichtet sieht, ihr als Glaubenshüter energisch Einhalt zu gebieten. 1968 war nämlich auch so etwas wie der Beginn der Theologie der Befreiung auf breiterer und offiziell-kirchlicher Ebene. 1968 fand die Vollversammlung des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín statt. 1968 machte sich die Kirchenleitung eines ganzen Kontinentes die „Option für die Armen“ zu Eigen und unterstützte den Aufbruch der Kirche an der Basis, in den kirchlichen Basisgemeinden.
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Was ist von einem Theologen und Kirchenführer zu erwarten, der so abstruse Dinge über das „Grosse Konzil“ (mein Namensvetter Walter K.) äussert?
02.02.2012: Keine Pille
US-Katholiken protestieren gegen eine neue Gesundheitsverordnung
Die Kipa meldet:
Über der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama ist eine neue Gewitterfront aufgezogen. Die katholische Kirche stellt sich quer gegen neue Richtlinien, nach denen Arbeitgeber eine Gesundheitsfürsorge gewährleisten müssen, die auch Empfängnisverhütung und Sterilisation einschliesst. Seit der Plan im August verabschiedet wurde, wuchs der Chor der Kritiker in Kirchenkreisen. Landesweit hörten die Katholiken in den Gottesdiensten Hirtenschreiben und Predigten, die die neue Regelung verurteilen.
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Wie kann die kath. Kirche in einem so "modernen" Land eine so fundamentalistische Position einnehmen. Übrigens: Kaum in einem andern westlichen Land gibt es so viele Teenager-Schwangerschaften wie in den USA.
Die Kipa meldet:
Über der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama ist eine neue Gewitterfront aufgezogen. Die katholische Kirche stellt sich quer gegen neue Richtlinien, nach denen Arbeitgeber eine Gesundheitsfürsorge gewährleisten müssen, die auch Empfängnisverhütung und Sterilisation einschliesst. Seit der Plan im August verabschiedet wurde, wuchs der Chor der Kritiker in Kirchenkreisen. Landesweit hörten die Katholiken in den Gottesdiensten Hirtenschreiben und Predigten, die die neue Regelung verurteilen.
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Wie kann die kath. Kirche in einem so "modernen" Land eine so fundamentalistische Position einnehmen. Übrigens: Kaum in einem andern westlichen Land gibt es so viele Teenager-Schwangerschaften wie in den USA.
02.02.2012: Johann Baptist Metz
„Bischöfe gehören nicht nur dem Papst“
Ein alter Mann (83) spricht:
Die deutschen Bischöfe forderte J. B. Metz auf, "endlich damit ernst zu machen, dass sie nicht nur zum jeweiligen Papst gehören, sondern auch zu ihren Gemeinden". Sie müssten dann "viel energischer in Rom das Recht ihrer Gemeinden auf Eucharistie einfordern". Dem Vatikan hielt der Theologe vor, dass er sich für die Kirche in Mitteleuropa "nicht mehr wirklich interessiert", sondern sie im Grunde aufgegeben habe. Wenn in Rom von der Weltkirche gesprochen werde, sei das meist gegen Europa gerichtet. Dabei werde übersehen, dass es eine "krisenfreie Kirchlichkeit nirgendwo mehr" gebe.
Mit Blick auf den Dialogprozess der katholischen Kirche in Deutschland sprach sich Metz dafür aus, "nicht primär über Strukturfragen zu sprechen". Statt dessen sollten sich die Katholiken über ihre Glaubenserfahrungen und -nöte austauschen. Für die Probleme der Kirche seien indes "nicht nur mangelnde Gläubigkeit, sondern auch eine anhaltende Reformunwilligkeit der kirchlichen Institution" verantwortlich. Entscheidend werde sein, wie das vor 50 Jahren begonnene Zweite Vatikanische Konzil mit seinen Anliegen lebendig bleibe. Dieses habe "nicht auf rückwärtsgewandte Patina-Reformen" abgezielt, sondern auf eine produktiv-kritische Auseinandersetzung mit der Moderne.
Historische Wahrheit nicht unterschlagen
Im Zusammenhang mit der Debatte um Religionsfreiheit forderte Metz die Kirche auf, um ihrer Glaubwürdigkeit willen die historische Wahrheit nicht zu unterschlagen. Glaubens- und Gewissensfreiheit, die die Kirche heute für sich und andere reklamiere, hätten erst gegen sie erstritten werden müssen, vor allem von der Reformation und der politischen Aufklärung. Die Auseinandersetzung mit Anhängern einer negativen Religionsfreiheit und dem buddhistischen Denken seien zwei zentrale aktuelle Herausforderungen für die Kirche.
---------------
Ich möchte hier den Worten des grossen Theologen nichts mehr hinzufügen. (Nur: Ich erinnere mich an ein Interview, das ich mit ihm in Münster geführt habe.)
Ein alter Mann (83) spricht:
Die deutschen Bischöfe forderte J. B. Metz auf, "endlich damit ernst zu machen, dass sie nicht nur zum jeweiligen Papst gehören, sondern auch zu ihren Gemeinden". Sie müssten dann "viel energischer in Rom das Recht ihrer Gemeinden auf Eucharistie einfordern". Dem Vatikan hielt der Theologe vor, dass er sich für die Kirche in Mitteleuropa "nicht mehr wirklich interessiert", sondern sie im Grunde aufgegeben habe. Wenn in Rom von der Weltkirche gesprochen werde, sei das meist gegen Europa gerichtet. Dabei werde übersehen, dass es eine "krisenfreie Kirchlichkeit nirgendwo mehr" gebe.
Mit Blick auf den Dialogprozess der katholischen Kirche in Deutschland sprach sich Metz dafür aus, "nicht primär über Strukturfragen zu sprechen". Statt dessen sollten sich die Katholiken über ihre Glaubenserfahrungen und -nöte austauschen. Für die Probleme der Kirche seien indes "nicht nur mangelnde Gläubigkeit, sondern auch eine anhaltende Reformunwilligkeit der kirchlichen Institution" verantwortlich. Entscheidend werde sein, wie das vor 50 Jahren begonnene Zweite Vatikanische Konzil mit seinen Anliegen lebendig bleibe. Dieses habe "nicht auf rückwärtsgewandte Patina-Reformen" abgezielt, sondern auf eine produktiv-kritische Auseinandersetzung mit der Moderne.
Historische Wahrheit nicht unterschlagen
Im Zusammenhang mit der Debatte um Religionsfreiheit forderte Metz die Kirche auf, um ihrer Glaubwürdigkeit willen die historische Wahrheit nicht zu unterschlagen. Glaubens- und Gewissensfreiheit, die die Kirche heute für sich und andere reklamiere, hätten erst gegen sie erstritten werden müssen, vor allem von der Reformation und der politischen Aufklärung. Die Auseinandersetzung mit Anhängern einer negativen Religionsfreiheit und dem buddhistischen Denken seien zwei zentrale aktuelle Herausforderungen für die Kirche.
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Ich möchte hier den Worten des grossen Theologen nichts mehr hinzufügen. (Nur: Ich erinnere mich an ein Interview, das ich mit ihm in Münster geführt habe.)
01.02.2012: "Die Sonne dreht sich um die Erde"
Was würde geschehen ….?
Zufällig bin ich (erst jetzt) auf die Kolumne gestossen, die Frank A. Meyer im Spätsommer veröffentlicht hat:
„Was geschähe, wenn Christoph Blocher an einer Pressekonferenz erklärte, die Sonne drehe sich um die Erde? Das Schweizer Fernsehen würde das Thema in der Arena zur Diskussion stellen; der Blick am Abend würde dazu eine Graphik drucken und Toni Brunner interviewen; die NZZ würde die Behauptung wohlwollend als beachtlichen bürgerlichen Denkanstoss kommentieren; der Tages-Anzeiger würde zum dem Schluss kommen, dass Blocher zwar übertreibe, letztlich aber doch den Finger auf eine Wunde lege; die Weltwoche schliesslich würde titeln: ‚Die Sonne dreht sich um Blocher.‘
Und ich frage mich, was würde geschehen, wenn der Papst so etwas behauptete? Lasst doch mal die Phantasie walten!
Nachdem ein gewisser Schweizer Bischof immer wieder jedes päpstliche Schreiben offiziell in alle Himmel gerühmt hatte, kam mir der Apho in den Sinn:
Falls der Papst deklariert,
zwei und zwei seien fünf,
wird er bestimmt einen Fürsprecher finden,
der ihn lobt,
„weil er die einmalige Überfülle der Wahrheit entdeckt hat“.
Zufällig bin ich (erst jetzt) auf die Kolumne gestossen, die Frank A. Meyer im Spätsommer veröffentlicht hat:
„Was geschähe, wenn Christoph Blocher an einer Pressekonferenz erklärte, die Sonne drehe sich um die Erde? Das Schweizer Fernsehen würde das Thema in der Arena zur Diskussion stellen; der Blick am Abend würde dazu eine Graphik drucken und Toni Brunner interviewen; die NZZ würde die Behauptung wohlwollend als beachtlichen bürgerlichen Denkanstoss kommentieren; der Tages-Anzeiger würde zum dem Schluss kommen, dass Blocher zwar übertreibe, letztlich aber doch den Finger auf eine Wunde lege; die Weltwoche schliesslich würde titeln: ‚Die Sonne dreht sich um Blocher.‘
Und ich frage mich, was würde geschehen, wenn der Papst so etwas behauptete? Lasst doch mal die Phantasie walten!
Nachdem ein gewisser Schweizer Bischof immer wieder jedes päpstliche Schreiben offiziell in alle Himmel gerühmt hatte, kam mir der Apho in den Sinn:
Falls der Papst deklariert,
zwei und zwei seien fünf,
wird er bestimmt einen Fürsprecher finden,
der ihn lobt,
„weil er die einmalige Überfülle der Wahrheit entdeckt hat“.
31.01.2012: Liturgie-Reform
Geheimnisvolle Andeutungen
Aus einer aktuellen Pressemeldung:
Die Wiederzulassung der alten lateinischen Messe ist nach Ansicht von Kurienkardinal Kurt Koch "nur ein erster Schritt". Die Zeit für weitere Schritte sei jedoch "derzeit wohl nicht reif", sagte Koch am Wochenende im deutschen Freiburg.
Gerade in Deutschland seien liturgische Fragen ideologisch behaftet. Rom könne erst weiter tätig werden, wenn es unter den Katholiken die Bereitschaft gebe, über neue Liturgieformen "im Dienst der Kirche" nachzudenken. Der Kardinal äusserte sich bei einer Tagung, die sich mit der Theologie Joseph Ratzingers beschäftigte und auch dessen Zeit als Papst Benedikt XVI. einbezog. ….
--------------------------------------------------------------------
Was kommt denn noch auf uns zu?
Und: „Im Dienste der Kirche“: Welcher Kirche wohl. Heisst sie B 16?
------------------------------------------------------------
Weiter im Text der Meldung:
Allerdings lasse sich nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, durch Konzilstexte begründen. So sei beispielsweise nirgends die Rede davon, dass der Priester die Eucharistie den Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der Kurienkardinal.
----------------------------------------------------------------------
Was soll denn der Hinweis? Jeder Priester, der schon die Eucharistie (in der Landessprache) zelebriert und nicht einfach „die Messe gelesen“ hat, weiss doch: Mit dem Rücken zum Volk wär so was unsinnig. Es brauchte wohl nicht ein Konzil, um Sinnigeres zu erlauben.
Aus einer aktuellen Pressemeldung:
Die Wiederzulassung der alten lateinischen Messe ist nach Ansicht von Kurienkardinal Kurt Koch "nur ein erster Schritt". Die Zeit für weitere Schritte sei jedoch "derzeit wohl nicht reif", sagte Koch am Wochenende im deutschen Freiburg.
Gerade in Deutschland seien liturgische Fragen ideologisch behaftet. Rom könne erst weiter tätig werden, wenn es unter den Katholiken die Bereitschaft gebe, über neue Liturgieformen "im Dienst der Kirche" nachzudenken. Der Kardinal äusserte sich bei einer Tagung, die sich mit der Theologie Joseph Ratzingers beschäftigte und auch dessen Zeit als Papst Benedikt XVI. einbezog. ….
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Was kommt denn noch auf uns zu?
Und: „Im Dienste der Kirche“: Welcher Kirche wohl. Heisst sie B 16?
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Weiter im Text der Meldung:
Allerdings lasse sich nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, durch Konzilstexte begründen. So sei beispielsweise nirgends die Rede davon, dass der Priester die Eucharistie den Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der Kurienkardinal.
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Was soll denn der Hinweis? Jeder Priester, der schon die Eucharistie (in der Landessprache) zelebriert und nicht einfach „die Messe gelesen“ hat, weiss doch: Mit dem Rücken zum Volk wär so was unsinnig. Es brauchte wohl nicht ein Konzil, um Sinnigeres zu erlauben.
30.01.2012: Montags-und Donnerstagsgebete
Von 7 auf 400 000
Aus meinem Bericht über die Tagung, welche die Tagsatzung.ch am Samstag über Liturgien der Zukunft durchführte:
Josef Bieger, Vorstandsmitglied von tagsatzung.ch, gab im Eröffnungsreferat der Oltner Tagung einen kurzen Überblick über die Geschichte der Leipziger Montagsgebete, die einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenbruch der DDR geleistet haben. Angefangen habe es 1982 in der Nikolaikirche, mit sieben Teilnehmenden. Am folgenden Montag waren es elf, dann dreizehn; und schliesslich am 6. November 1989 400 000! Später erinnerte sich ein ehemaliger DDR-Politiker: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“
Bieger schlug einen Bogen in die neuere Vergangenheit: 2006 musste im westdeutschen Hammelburg ein beliebter Priester wegen der Liebe zu einer Frau sein Amt aufgeben. Ein Gemeindemitglied schlug vor, analog zu den Leipziger Montagsgebeten regelmässige Donnerstagsgebete durchzuführen, um gegen die „scheinbar unüberwindlichen Strukturen und ihre Gesetzen anzugehen“. Es sollten jene gesammelt werden, die ihre Hoffnung auf Veränderungen in der Kirche nicht aufgegeben haben. Die Gebete wollten und wollen so einen Beitrag gegen die überhand nehmende Resignation kirchlich Engagierter erbringen.
Soweit aus meinem Tagungsbericht.
Übrigens: Zu den Donnerstagsgebeten, die in Basel durchgeführt werden (jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr an der Herbergstrasse 7),kommt eine nicht gerade grosse Gruppe zusammen. Ob man trotzdem hoffen darf, dass es eines Tages 400 000 Menschen sein werden; vielleicht nicht in der kleinen Schweiz, sondern auf dem grossen Petersplatz im Vatikan?
PS. In Olten gab es an der Tagung der Tagsatzung auch ein Donnerstags- äh ein Samstagsgebet. Ein Teilnehmerin des Gottesdienstes meinte in dessen Verlauf: „Widerstand leisten kann auch sehr, sehr glücklich machen.“
Aus meinem Bericht über die Tagung, welche die Tagsatzung.ch am Samstag über Liturgien der Zukunft durchführte:
Josef Bieger, Vorstandsmitglied von tagsatzung.ch, gab im Eröffnungsreferat der Oltner Tagung einen kurzen Überblick über die Geschichte der Leipziger Montagsgebete, die einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenbruch der DDR geleistet haben. Angefangen habe es 1982 in der Nikolaikirche, mit sieben Teilnehmenden. Am folgenden Montag waren es elf, dann dreizehn; und schliesslich am 6. November 1989 400 000! Später erinnerte sich ein ehemaliger DDR-Politiker: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“
Bieger schlug einen Bogen in die neuere Vergangenheit: 2006 musste im westdeutschen Hammelburg ein beliebter Priester wegen der Liebe zu einer Frau sein Amt aufgeben. Ein Gemeindemitglied schlug vor, analog zu den Leipziger Montagsgebeten regelmässige Donnerstagsgebete durchzuführen, um gegen die „scheinbar unüberwindlichen Strukturen und ihre Gesetzen anzugehen“. Es sollten jene gesammelt werden, die ihre Hoffnung auf Veränderungen in der Kirche nicht aufgegeben haben. Die Gebete wollten und wollen so einen Beitrag gegen die überhand nehmende Resignation kirchlich Engagierter erbringen.
Soweit aus meinem Tagungsbericht.
Übrigens: Zu den Donnerstagsgebeten, die in Basel durchgeführt werden (jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr an der Herbergstrasse 7),kommt eine nicht gerade grosse Gruppe zusammen. Ob man trotzdem hoffen darf, dass es eines Tages 400 000 Menschen sein werden; vielleicht nicht in der kleinen Schweiz, sondern auf dem grossen Petersplatz im Vatikan?
PS. In Olten gab es an der Tagung der Tagsatzung auch ein Donnerstags- äh ein Samstagsgebet. Ein Teilnehmerin des Gottesdienstes meinte in dessen Verlauf: „Widerstand leisten kann auch sehr, sehr glücklich machen.“
29.01.2012: Darstellung Jesu im Tempel
Kein Mensch gehört einem anderen Menschen
(Dort, wo ich predige, wird schon heute das Fest Darstellung Jesu gefeiert.)
Jesus von Nazareth wird als Kleinkind im Alter von 40 Tagen in den Tempel gebracht. Seine Eltern weihen das Kind dem Herrn. Sie erfüllen damit ein Gesetz des Alten Testamentes. Dennoch hat diese Zeremonie auch heute eine äusserst wichtige Aktualität. Denn sie erinnert uns daran: Jedes Kind gehört letztlich Gott. Es ist den Eltern/der Familie eigentlich nur geliehen. Gewiss, die Eltern haben die Pflicht, es zu bilden, zu formen. Aber sie haben kein Recht, aus ihm einen Klon zu machen.
Und früher oder später müssen sie das Kind vollends loslassen:
in die Freiheit
in die Selbstverantwortung.
Den einen Eltern gelingt dies besser, den andern weniger gut. Ein horrendes Beispiel: Eine Mutter erzählte mir von ihrer Tochter/fast 30. Sie hätte „die blöde Idee“, noch eine Zweitausbildung als Reisebüro-Fachfrau zu machen. Es war also nichts Ausgefallenes. Und es handelte sich um kein unmündiges Mädchen.Trotzdem: Mutter betete, dass ihre Tochter die Aufnahmeprüfung nicht bestehe. Ich war erschüttert, ob solch einem Besitzanspruch.
Nein, kein Mensch gehört völlig einem andern Menschen; auch keine Frau einem Mann; kein Mann einer Frau. Es gibt zwar das sehr schöne Minnegedicht aus alter Zeit: „Du bist myn, ich bin dyn.“ Doch diese Worte drücken, richtig verstanden, eine Zugehörigkeit aus, nicht Hörigkeit/Besitzverhältnisse. Einer meiner Studienkollegen spricht darum etwas scherzhaft nicht von „seiner Frau“, sondern von „der Frau, deren Mann ich bin,“. Diese Ehe hat schon über 35 Jahre gehalten – obwohl oder gerade weil die beiden zueinander gehören; einander aber nicht als Eigentum gehören.
(Dort, wo ich predige, wird schon heute das Fest Darstellung Jesu gefeiert.)
Jesus von Nazareth wird als Kleinkind im Alter von 40 Tagen in den Tempel gebracht. Seine Eltern weihen das Kind dem Herrn. Sie erfüllen damit ein Gesetz des Alten Testamentes. Dennoch hat diese Zeremonie auch heute eine äusserst wichtige Aktualität. Denn sie erinnert uns daran: Jedes Kind gehört letztlich Gott. Es ist den Eltern/der Familie eigentlich nur geliehen. Gewiss, die Eltern haben die Pflicht, es zu bilden, zu formen. Aber sie haben kein Recht, aus ihm einen Klon zu machen.
Und früher oder später müssen sie das Kind vollends loslassen:
in die Freiheit
in die Selbstverantwortung.
Den einen Eltern gelingt dies besser, den andern weniger gut. Ein horrendes Beispiel: Eine Mutter erzählte mir von ihrer Tochter/fast 30. Sie hätte „die blöde Idee“, noch eine Zweitausbildung als Reisebüro-Fachfrau zu machen. Es war also nichts Ausgefallenes. Und es handelte sich um kein unmündiges Mädchen.Trotzdem: Mutter betete, dass ihre Tochter die Aufnahmeprüfung nicht bestehe. Ich war erschüttert, ob solch einem Besitzanspruch.
Nein, kein Mensch gehört völlig einem andern Menschen; auch keine Frau einem Mann; kein Mann einer Frau. Es gibt zwar das sehr schöne Minnegedicht aus alter Zeit: „Du bist myn, ich bin dyn.“ Doch diese Worte drücken, richtig verstanden, eine Zugehörigkeit aus, nicht Hörigkeit/Besitzverhältnisse. Einer meiner Studienkollegen spricht darum etwas scherzhaft nicht von „seiner Frau“, sondern von „der Frau, deren Mann ich bin,“. Diese Ehe hat schon über 35 Jahre gehalten – obwohl oder gerade weil die beiden zueinander gehören; einander aber nicht als Eigentum gehören.
28.01.2012: Publik-Forum
Bitte abonnieren
Schon im Theologiestudium hatten wir – in den 1970er-Jahren – die Zeitschrift „Publik“ abonniert. Leider ist sie eingegangen (worden; das ist eine eigene Geschichte, über die es mehrere Bücher gibt.) Seither, also schon viele Jahrzehnte habe ich das Nachfolge-Organ Publik-Forum abonniert. Und lese die Zeitschrift immer recht intensiv. Ohne sie wäre ich viel weniger gut informiert. Darum mache ich hier gerne für sie einen „Werbespot“. Zuerst aus dem KIPA-Dienst vom Donnerstag:
Eine christliche Zeitschrift - aber ohne Bischöfe, ohne Banken und ohne Abhängigkeit von Anzeigen. Kritisch und unabhängig - so sieht sich die Zeitschrift "Publik-Forum", die am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen begeht. Das Themenspektrum des alle 14 Tage im hessischen Oberursel erscheinenden Blattes reicht von binnenkirchlicher Berichterstattung über Religion und Spiritualität bis zu Wirtschaftsethik und Gesellschaftspolitik. Seit Januar 2008 arbeitet "Publik-Forum" mit dem Schweizer Magazin "Aufbruch. Unabhängige Zeitschrift für Religion und
Gesellschaft" zusammen.
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Weitere Hinweise: http://www.publik-forum.de/
Schon im Theologiestudium hatten wir – in den 1970er-Jahren – die Zeitschrift „Publik“ abonniert. Leider ist sie eingegangen (worden; das ist eine eigene Geschichte, über die es mehrere Bücher gibt.) Seither, also schon viele Jahrzehnte habe ich das Nachfolge-Organ Publik-Forum abonniert. Und lese die Zeitschrift immer recht intensiv. Ohne sie wäre ich viel weniger gut informiert. Darum mache ich hier gerne für sie einen „Werbespot“. Zuerst aus dem KIPA-Dienst vom Donnerstag:
Eine christliche Zeitschrift - aber ohne Bischöfe, ohne Banken und ohne Abhängigkeit von Anzeigen. Kritisch und unabhängig - so sieht sich die Zeitschrift "Publik-Forum", die am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen begeht. Das Themenspektrum des alle 14 Tage im hessischen Oberursel erscheinenden Blattes reicht von binnenkirchlicher Berichterstattung über Religion und Spiritualität bis zu Wirtschaftsethik und Gesellschaftspolitik. Seit Januar 2008 arbeitet "Publik-Forum" mit dem Schweizer Magazin "Aufbruch. Unabhängige Zeitschrift für Religion und
Gesellschaft" zusammen.
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Weitere Hinweise: http://www.publik-forum.de/
27.01.2012: Menschenrechte
Gewaltanwendung der Polizei
Vor einigen Tagen hat der UNO-Menschenrechtsrat in seinem Bericht festgestellt, die Schweizer Polizei habe in manchen Fällen ungerechtfertigte Gewalt angewendet.
Ich erinnere mich: Vor einigen Jahren beobachtete ich, wie während einer unbewilligten Demonstration auf dem Luzerner Bahnhofplatz junge Menschen festgenommen wurden. Es waren – ich meine es nicht abschätzig – harmlose Buebe und Meitli. Manche wurden von drei Polizisten mit unsanfter Gewalt in den Polizeiwagen verfrachtet. Völlig unverhältnismässig …. (Soeben sehe ich, dass Amnesty International davon Bilder auf ihrer Menschenrechts-Homepage hat.)
Zufällig kommt mir wieder ein Artikel in die Hand über Leonhard Ragaz. Dieser berichtet von einer militärischen Aktion während des Generalstreiks von 1912. Und folgert: „Wenn Tausende von Arbeitern, die bisher keine Antimilitaristen waren, künftig keine Uniform mehr ansehen mögen, dann soll man sich nicht wundern.“
Man setze anstelle von „Arbeitern“ „Jugendliche; und anstelle von Militär Polizei. Sind sich die Verantwortlichen bewusst, was sie da anrichten?
Vor einigen Tagen hat der UNO-Menschenrechtsrat in seinem Bericht festgestellt, die Schweizer Polizei habe in manchen Fällen ungerechtfertigte Gewalt angewendet.
Ich erinnere mich: Vor einigen Jahren beobachtete ich, wie während einer unbewilligten Demonstration auf dem Luzerner Bahnhofplatz junge Menschen festgenommen wurden. Es waren – ich meine es nicht abschätzig – harmlose Buebe und Meitli. Manche wurden von drei Polizisten mit unsanfter Gewalt in den Polizeiwagen verfrachtet. Völlig unverhältnismässig …. (Soeben sehe ich, dass Amnesty International davon Bilder auf ihrer Menschenrechts-Homepage hat.)
Zufällig kommt mir wieder ein Artikel in die Hand über Leonhard Ragaz. Dieser berichtet von einer militärischen Aktion während des Generalstreiks von 1912. Und folgert: „Wenn Tausende von Arbeitern, die bisher keine Antimilitaristen waren, künftig keine Uniform mehr ansehen mögen, dann soll man sich nicht wundern.“
Man setze anstelle von „Arbeitern“ „Jugendliche; und anstelle von Militär Polizei. Sind sich die Verantwortlichen bewusst, was sie da anrichten?