Vom
Seetal nach Indien
Am 24. Februar 2003 sind zweihundert Jahre seit der Geburt des aus
Altwis stammenden Missionsbischofs Anastasius Hartmann verflossen. Dieser Mann
ist so bedeutend, dass wir sein Andenken wach halten wollen.
Ein Leben für die notleidende Kirche
Pater Werenfried van Straaten feierte am 17. Januar seinen 90. Geburtstag. Man
sagt, er sei der «grösste Bettler des vergangenen Jahrhunderts»,
hat er doch in seinem langen Leben für das Hilfswerk Kirche in Not/Ostpriesterhilfe,
das er 1947 gegründet hat, drei Milliarden Euro zusammengebettelt.
Sulzigjoggeli in unserer Zeit
Werthenstein, 1732: Der Sulzigjoggeli lädt Bekannte auf seinen Hof ein,
um mit ihnen die Bibel zu lesen und über den Glauben zu diskutieren. 15
Jahre später: Der Bauer mit bürgerlichem Namen Jakob Schmidli wird
als letzter „Ketzer“ des Kantons hingerichtet. Einige seiner Anhänger
wurden statt zum Tod zu Galeerenstrafen verurteilt, „aus Milde“,
wie die Regierung sich rühmte!
Neuer Kaplan auf Hergiswald
Seit Neujahr ist die Kaplanei Hergiswald wieder besetzt. Für diese Aufgabe
konnte P. Franz Egli CSSp gewonnen werden.
Franz Egli wurde 1936 in Altishofen geboren. Er gehört der Kongregation
“Sancte Spiritus” an.
Coming-Out als Christen
Am 10. Januar wurde in Dagmersellen die Wanderausstellung “derBUS”
mit einer grossen Vernissage eröffnet. Sie informiert über lesbische
und schwule Lebensweisen. Sie wurde von der Dagmersellerin Brigitte Röösli
konzipiert.
Zeichen der Zeit
Ein grosses Stichwort des 2. Vatikanischen Konzils (1962-65) war „Aggiornamento“:
die Kirche sollte heutig werden. Manches sollte „à jour“
gebracht werden, z.B. mit der Liturgiereform. Viele verlangen seit dem Konzil,
dass die Erneuerung der Kirche stets weiter gehe.
kurz
Feuerprobe bestanden - Generalat in Kriens - Universität Bethlehem beklagt
Kollektivstrafe - Kirchen in Porto Alegre präsent
kurz Feuerprobe bestanden Generalat in Kriens Universität Bethlehem beklagt Kollektivstrafe Kirchen in Porto Alegre präsent
Einen aufschlussreichen Einblick in ihre Tätigkeiten gaben am 8. Januar
die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und die christkatholische
Landeskirche. An ihrer jährlichen Kontaktsitzung wurde von den drei Luzerner
Landeskirchen auf die Arbeitsschwerpunkte im vergangenen Jahr hingewiesen
und über laufende ökumenische Projekte informiert.
Zwei ökumenische Projekte verdienen besondere Beachtung: Die Notfallseelsorge
ist vor einem Jahr eingeführt wurden. Sie hat die Feuerprobe bestanden,
leistete sie doch bereits 25 erfolgreiche Aktiveinsätze. Die Arbeit,
welche die ökumenische Notfallseelsorge im Rahmen des kantonalen Krisenstabes
leistet, wird sehr anerkannt und geschätzt.
Eine Herausforderung für die Landeskirchen wird die erstmalige Teilnahme
an der LUGA 2003 sein. Um der Stille, dem Ausruhen und dem Nachdenken Raum
zu verschaffen, wird an der LUGA ein „Cabane“ (Häuschen)
stehen, welches bereits an der EXPO.02 im Rahmen der Ausstellung „un
ange passe“ seine Dienste tat. Der Luzerner Künstler Anton Egloff
hat in Murten diesen Raum des Glaubens zum Thema „Wort“ gestaltet.
Das Generalat der Interkontinentalen Kongregation der Missions- und Anbetungsschwestern
der Hl. Familie (MASF) ist von den Niederlanden nach Kriens verlegt worden.
Die Verlegung erfolgte, nachdem Sr, Marie-Stephan Hofmann, Schweiz, zur Hauptverantwortlichen
der Generalleitung und Sr. Annemarie Bührer, Schweiz, zu ihrer Stellvertreterin
gewählt wurden.
Die 1937 gegründete Kongregation hat Niederlassungen in den Niederlanden,
in Deutschland, Indonesien, Madagaskar, Chile und in der Schweiz (Reussbühl
und Kriens).
Die Katholische Universität Bethlehem hat die israelische Besetzung der
Stadt als “Kollektivstrafe gegen Zivilisten” kritisiert. Die willkürlich
verhängte Ausgangssperre mache es Studenten und Professoren praktisch
unmöglich, das Semester zu Ende zu führen und Examen abzuhalten,
heisst es in einer im Januar veröffentlichten Erklärung des Vizekanzlers
der Universität, Vincent Malham. Junge Palästinenser würden
auf diese Weise erneut von höherer Bildung ausgeschlossen. Die vor drei
Jahrzehnten auf Initiative des Vatikan gegründete Universität gilt
als eine von wenigen hoffnungsvollen höheren Bildungseinrichtungen für
Palästinenser.
Am 3. Weltsozialforum von Porto Alegre, Brasilien, haben dieses Jahr deutlich
mehr Teilnehmer aller Kirchen und kirchlicher Hilfswerke teilgenommen als
in früheren Jahren. «Die Kirchen sind dieses Jahr international
und prominent an diesem Forum vertreten», sagte Beat Dietschy, Leiter
der Arbeitsstelle für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit
(ÖeME) in St. Gallen. “Die Kirchen wollten nicht länger nur
die globalisierte Wirtschaft kritisieren, sondern konkret zusammen mit andern
Gruppen nach Alternativen suchen.”
letzte Aktualisierung: 31.01.2003