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Spenden mit dem Vermerk “90. Geburtstag“sind zu richten an:

KIRCHE IN NOT Ostpriesterhilfe
Schweiz 1 Fürstentum Liechtenstein Cysatstr. 6, 6000 Luzern 5, Tel. 041 410 46 70, E-Mail: mail@kirche-in-not. ch Konto PC 17200-9; Credit Suisse, Luzern, Konto 0463-997.427-10-1



Vom Seetal nach Indien
Am 24. Februar 2003 sind zweihundert Jahre seit der Geburt des aus Altwis stammenden Missionsbischofs Anastasius Hartmann verflossen. Dieser Mann ist so bedeutend, dass wir sein Andenken wach halten wollen.

Ein Leben für die notleidende Kirche

Pater Werenfried van Straaten feierte am 17. Januar seinen 90. Geburtstag. Man sagt, er sei der «grösste Bettler des vergangenen Jahrhunderts», hat er doch in seinem langen Leben für das Hilfswerk Kirche in Not/Ostpriesterhilfe, das er 1947 gegründet hat, drei Milliarden Euro zusammengebettelt.


Sulzigjoggeli in unserer Zeit

Werthenstein, 1732: Der Sulzigjoggeli lädt Bekannte auf seinen Hof ein, um mit ihnen die Bibel zu lesen und über den Glauben zu diskutieren. 15 Jahre später: Der Bauer mit bürgerlichem Namen Jakob Schmidli wird als letzter „Ketzer“ des Kantons hingerichtet. Einige seiner Anhänger wurden statt zum Tod zu Galeerenstrafen verurteilt, „aus Milde“, wie die Regierung sich rühmte!

Neuer Kaplan auf Hergiswald
Seit Neujahr ist die Kaplanei Hergiswald wieder besetzt. Für diese Aufgabe konnte P. Franz Egli CSSp gewonnen werden.
Franz Egli wurde 1936 in Altishofen geboren. Er gehört der Kongregation “Sancte Spiritus” an.

Coming-Out als Christen
Am 10. Januar wurde in Dagmersellen die Wanderausstellung “derBUS” mit einer grossen Vernissage eröffnet. Sie informiert über lesbische und schwule Lebensweisen. Sie wurde von der Dagmersellerin Brigitte Röösli konzipiert.

Zeichen der Zeit
Ein grosses Stichwort des 2. Vatikanischen Konzils (1962-65) war „Aggiornamento“: die Kirche sollte heutig werden. Manches sollte „à jour“ gebracht werden, z.B. mit der Liturgiereform. Viele verlangen seit dem Konzil, dass die Erneuerung der Kirche stets weiter gehe.

kurz
Feuerprobe bestanden - Generalat in Kriens - Universität Bethlehem beklagt Kollektivstrafe - Kirchen in Porto Alegre präsent

 

 

aktuell: Speckpater" Werenfried van Straaten gestorben

Frankfurt, 31.1.03 (Kipa) Der als "Speckpater" bekannt gewordene Gründer des internationalen katholischen Hilfswerkes "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe", Pater Werenfried van Straaten, ist am Freitag in einem Spital in Bad Soden bei Frankfurt im 91. Lebensjahr gestorben.

 

Der Speckpater ist neunzig"

Ein Leben für die notleidende Kirche

Pater Werenfried van Straaten feierte am 17. Januar seinen 90. Geburtstag. Man sagt, er sei der «grösste Bettler des vergangenen Jahrhunderts», hat er doch in seinem langen Leben für das Hilfswerk Kirche in Not/Ostpriesterhilfe, das er 1947 gegründet hat, drei Milliarden Euro zusammengebettelt.Werenfried van Straaten

1913 in Mijdrecht/Holland geboren, trat Werenfried van Straaten 1934 in die Prämonstratenser-Abtei Tongerlo/Belgien ein, wo er mit 27 Jahren zum Priester geweiht wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1947, kam die Gründung des Hilfswerks, und der junge Pater warb in Holland und Belgien um Hilfe für deutsche Heimatver-triebe und um Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern. Weil Pater Werenfried bei flämischen Bauern für die hungernden Deutschen Hunderte von Tonnen Speck sammelte, trug ihm das den Spitznamen «Speckpater» ein, mit dem er berühmt wurde.

Aufsehen erregte Pater Werenfried immer wieder mit unkonventionellen Ideen wie den «Kapellenwagen», die reisenden Priestern im Nachkriegsdeutschland und nach der Wende auch in Ostpreussen als fahrende Kirchen dienten. Später kamen im brasilianischen Amazonas und im russischen Gebiet von Don und Wolga «schwimmende Kirchen» zum Einsatz.

«Die Eidgenossen sind grosszügig!»
Als wortgewaltiger Prediger wurde der Pater aus Holland auch in der Schweiz bekannt. Er hat in vielen Kirchen, überall in unserem Lande, über die materielle und geistige Not in der Welt gepredigt und dann mit seinem alten, schwarzen Hut gesammelt. Dabei stellte er Schweizer Wohltäterinnen und Wohltätem ein gutes Zeugnis aus: «Die Eidgenossen sind grosszügig!», pflegte er zu sagen. Der weissgewandete Priester war zeitweise dauernd auf Predigtaktion unterwegs. Im Laufe der Jahre sammelte er drei Milliarden Euro und er gilt bei seiner Gefolgschaft als «grösster Bettler des letzten Jahrhunderts».

Die Kinderbibel des Hilfswerks Kirche in Not/Ostpriesterhife, die man armen Kindern der Dritten Welt schenkt, ist zu einem der bedeutendsten Projekte des Werks geworden. Pater Werenfried hat das kleine, rote Taschenbuch 1979, um «Jahr des Kindes», lanciert. Heute wird bald eine Auflage von 40 Millionen Exemplaren erreicht. Das Taschenbuch wurde in 133 Sprachen übersetzt und in 120 Ländern dieser Erde verteilt.

10‘000 Projektanfragen pro Jahr
Das Werk Pater Werenfrieds ist heute in 18 Ländern vertreten; die Schweizer Niederlassung befindet sich in Luzern. Die internationale Zentrale in Königstein (bei Frankfurt am Main) bearbeitet jährlich etwa 10’000 Projektanfragen von Priestem, Ordensleuten, Laien und Bischöfen aus mehr als 130 Ländern. Als pastorales Werk hilft Kirche in Not/Ostpriesterhilfe vor allem bei der Ausbildung von Seminaristen und Priestern, bei Bau und Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen und bei der Ausstrahlung religiöser Radioprogramme. Im übrigen: Im Jahre 2001 hat das Hilfswerk weltweit rund 120 Millionen Franken an Spenden erhalten. Präsident des in rund 140 Ländern tätigen Werks ist ein Schweizer: der Zürcher Laientheologe Hans-Peter Röthlin.
Balz Röthlin

 


letzte Aktualisierung: 01.02.2003