Dem Teufel vom Karren gefallen
Das Roma-Mädchen, die Behörden und die Öffentlichkeit
Die Geschichte des kriminellen Roma-Mädchens und seiner Familie ist kein Asyl-Skandal, sondern eine Häufung von sehr verschiedenen Nöten.
Von Daniel Suter
Auf den ersten Blick scheint der Fall klar: Da lebt eine Roma-Familie aus Kosovo als abgelehnte Asylbewerber von der Fürsorge, nur noch ein mutwilliger Rekurs verhindert die Ausschaffung, drei von sechs Kindern haben Delikte begangen, am schlimmsten die 13-jährige Tochter, die als Haupt einer Mädchenbande sich durchs Leben prügelt.
Man muss kein Fremdenfeind sein, um zum Schluss zu kommen: Diese Leute haben die Gastfreundschaft der Schweiz missbraucht, sie müssen raus, egal wohin. Doch das wäre ein Kurzschluss. We
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Tages-Anzeiger
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