Mai, der Dreizehnte
Die wundersame Verwandlung des portugiesischen Weilers Fátima in einen Wallfahrtsort.
Von Catherine Arber
Früher war da wenig. Ein paar Bauernhäuser, ein paar Menschen, Vieh. Und wie sie es immer taten, machten sich an diesem Morgen drei Kinder aus dem portugiesischen Weiler Fátima auf, die Schafe ihrer Eltern auf die Weide zu treiben.
Es war der 13. Mai 1917. Die Geschwister Jacinta und Francisco und ihre Cousine Lúcia beteten, während die Tiere friedlich grasten, den Rosenkranz, assen in einer Mulde namens Cova da Iria ihr Mittagsbrot und gingen auf der Anhöhe spielen. Sie sammelten Steine und begannen, ein Häuschen zu bauen (heute steht präzis an dieser Stelle die monumentale Basilika von Fátima). Plötzlich sahen die Kinder ein strahlendes Licht. Sie hielten es trotz dem wolkenfreien Himmel für einen Blitz. Aus Angst vor einem Gewitter machten sie sich mit den Schafen auf den Heimweg. Als sie neben einer Steineiche anlang
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