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Der Sonntag darf nicht abgeschafft werden   

Dossier zur eidgenössischen Abstimmung über die Revision des Arbeitsgesetzes vom 27. November 2005

Um was geht es?

Am 27. November 2005 entscheidet das Schweizer Stimmvolk darüber, ob Einkaufen in grossen Bahnhöfen und Flughäfen am Sonntag möglich sein soll. Die bisherige Regelung im Arbeitsgesetz erlaubt dies nur in Läden mit einem beschränkten Angebot wie Zeitungen, Lebensmittel oder Medikamente. Das neue Arbeitsgesetz sieht vor, jegliche Einschränkung für den Sonntagsverkauf in den Zentren des öffentlichen Verkehrs aufzuheben. Abgestimmt wird über die parlamentarische Initiative «Ladenöffnungszeiten in Zentren des öffentlichen Verkehrs».
Die offiziellen Abstimmungsunterlagen mit Argumenten der Gegner und Befürworter sowie den Erläuterungen des Bundesrates.

Ein Dossier zur Abstimmung auf «swisspolitics.org» von swissinfo/Schweizer Radio International versammelt politische Informationen sowie Medienberichte von Schweizer Fernsehen und Radio DRS.

Kirchen geschlossen dagegen

Gegen das neue Arbeitsgesetz haben die Gewerkschaften das Referendum ergriffen. Unterstützt werden sie dabei von allen christlichen Kirchen in der Schweiz sowie von zahlreichen kirchlichen und interreligiösen Organisationen.

Die Schweizer Bischofskonferenz SBK und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK lehnen die Ausweitung des Sonntagsverkaufs ab. Wichtig am Sonntag sei, dass alle gleichzeitig frei haben. Wenn immer mehr Angestellte am Sonntag arbeiten müssten, verliere der Sonntag seine Bedeutung als Tag der Begegnung. Die Kirchen befürchten zudem, dass eine weitere Lockerung des Sonntagsarbeitsverbots eine generelle Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nach sich ziehe. In der gemeinsamen Broschüre «Sonntag schützen, Gemeinschaft stärken» legen SBK und SEK, unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK), ihre Argumentation dar.

Generalvikar Roland Trauffer nimmt Stellung» (PDF)
- Kipa-Bericht von einer Podiumsveranstaltung in Bern.


Auch das «Ökumenische Komitee für den Sonntag», ein Zusammenschluss von Pfarreien, Kirchgemeinden, Freikirchen sowie dem Katholischen und dem Evangelischen Frauenbund, unterstützt das Referendum gegen das neue Arbeitsgesetz. Dem Komitee liegt der Sonntag insbesondere als Tag der Familie am Herzen. Ausserdem sei er eine zentrale soziale und religiöse Errungenschaft unserer Kultur.

Interview mit Peter Oberholzer-Schwitter
Präsident des «Ökumenischen Komitees für den Sonntag» (Audio-Beitrag von Radio kath.ch).

Das «Ökumenische Komitee für den Sonntag» im Internet:
www.nein-zur-sonntagsarbeit.ch


Weitere Links zum Thema

  • Abstimmungs-Dossier auf der Seite der Römisch-Katholischen Kirche im Kanton Bern. U.a. mit einem Streitgespräch zwischen CVP-Präsidentin Doris Leuthard und Wolfgang Bürgstein von der Kommission «Justitia et Pax» der Schweizer Bischofskonferenz.
  • Am siebten Tag. Welchen Sonntag möchten, sollen, dürfen wir haben? Hinweis auf die Zeitschrift «frauenbunt» 7-8/2005.


Redaktion: Sabine Schüpbach

Frauenbund, 19.12.2005


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