Jakobsweg: Teilstücke miteinander verkettet
Seit 1. Mai verbindet eine durchgehend als «Jakobsweg» beschilderte Route die bestehenden Jakobswege in Österreich und in der Schweiz. Der neue Pfad führt von Landeck im Tirol durch Vorarlberg und das Appenzellerland bis nach Einsiedeln. Das macht 197 Kilometer. Pilgernde können diese Strecke in neun Etappen zwischen 13 und 26 Kilometern zurücklegen, heisst es in einer neuen Broschüre. Bei der offiziellen Eröffnung des Weges an Auffahrt wurde die Schweiz durch den reformierten Ausserrhoder Kirchenratspräsidenten Kurt Kägi vertreten.
Der Brückenschlag zwischen Österreich und der Schweiz war nur dank vielen Akteuren möglich. Festlegung und Signalisation der Route seien durch die zuständigen Planungsämter und Fachstellen für Wanderwege des Landes Vorarlberg und der Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden erfolgt. Massgeblich unterstützt hätten das mehrjährige Vorhaben das Projekt «Transnationale Jakobswege», der Verein Regionalentwicklung Vorarlberg, Vorarlberg Tourismus und Tourismus Appenzellerland.
Der Pilgerweg Landeck-Einsiedeln führt durch das Tiroler Stanzertal und weiter über den 1865 Meter hohen Arlbergpass, die höchste Stelle auf dem gesamten Jakobsweg. Von hier geht es durch das Vorarlberger Klostertal und den Walgau nach Rankweil. Nach dem Grenzübertritt wird von Oberriet via Appenzell und Urnäsch nach St. Peterzell gewandert, wo der Weg auf die Via Jacobi Rorschach-Einsiedeln trifft. Über Rapperswil, den Zürichsee und den Etzelpass erreichen die Pilgernden Einsiedeln. Eine Variante des historischen Pilgerwegs führt von Satteins über Feldkirch, den Schellenberg, durch das Fürstentum Liechtenstein nach Gams und Wildhaus und durch das Thurtal im Toggenburg nach Wattwil.
- Pilgerweg-Verbindung wieder belebt (Appenzeller Zeitung, 03.05.2008)
- Besinnlich pilgern - sportlich wandern (St. Galler Tagblatt, 29.04.2008)
kath.ch, 08.05.2008
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Jakobsweg Brückenschlag am 1. Mai