Jesus ging nach Hollywood - brisant und aktuell




Überall ist von Glaubensverlust und Mitgliederschwund die Klage, und doch erfreut sich die Gestalt Jesu in der Literatur und dem Film fast unverminderter Beliebtheit. Georg Langenhorst widmet sich der Jesusliteratur der letzten fünfzehn Jahre und bringt immerhin ein fast dreihundertseitiges, interessantes und lesenswertes Buch zustande. Einziges Manko: Der reisserische Titel führt leider in die Irre, denn wer in der Hauptsache eine Studie über Jesusfilme erwartet, sieht sich enttäuscht. Die Stärke dieses Buches liegt eindeutig in der Beobachtung und Analyse der zeitgenössischen Literaturszene. Wer sich dennoch intensiv mit dem Jesusfilm beschäftigen will, der wendet sich besser an Reinhold Zwick. Seine Studie ist zwar so voluminös wie es sich für eine Habilitation offenbar gehört, gleichzeitig aber so spannend und gut geschrieben, dass auch interessierte Laien voll auf ihre Rechnung kommen - ein Standardwerk. Und beide Bücher zusammen belegen nachdrücklich, dass Jesus auch heute noch die Künste bewegt - wenn auch selten in einem kirchlich abgesegneten Rahmen.
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Georg Langenhorst: "Jesus ging nach Hollywood" - Patmos 1998 - 296 Seiten -
Fr. 37.- ISBN 3-491-72387-6

Reinhold Zwick: "Evangelienrezeption im Jesusfilm" - Echter 1997 - 528
Seiten - ISBN 3-429-01940-0


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